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News

Umstellung städtischer Wärme- und Kältenetze auf 100 % erneuerbare Energiequellen

Im Grazer Rathaus fand am 23.9.2020 das Kick-off-Meeting des europäischen Forschungsprojekts „RES-DHC“ - Umstellung  städtischer Fernwärme- und Fernkältesysteme von fossilen auf erneuerbare Energiequellen - mit den nationalen Partnern AEE  INTEC, Energie Graz und Stadt Graz statt.

Im Rahmen des Projekts unter der Leitung von Solites (DE) werden Herausforderungen wie technische Machbarkeit und Marktakzeptanz untersucht, sowie notwendige Maßnahmen zur Erreichung des langfristigen Ziels - 100 % erneuerbare und nachhaltige Wärme und Kälte in städtischen Netzen - erarbeitet. AEE INTEC leitet das Arbeitspaket „Making the change“, in dem die regionalen Rahmenbedingungen für Stakeholder verbessert, Dekarbonisierungs-Aktivitäten gestartet und Leitfäden erarbeitet werden sollen. Stakeholder wie die Stadt Graz und die Energie Graz profitieren von der Entwicklung technischer und organisatorischer Lösungen und Tools für den Umstellungsprozess.  Neben Graz werden fünf weitere Regionen in Deutschland, Italien, Polen, Frankreich und der Schweiz durch das internationale Konsortium unterstützt.


Dieses Projekt wird durch die Europäische Union im Rahmen von Horizon 2020 gefördert.

 

Ausgezeichnet!

Bei der in diesem Jahr von der Technischen Universität Graz durchgeführten BauSIM2020-Konferenz für Deutschland und Österreich wurde unter 133 international eingereichten wissenschaftlichen Publikationen ein Beitrag von AEE INTEC als beste Arbeit ausgezeichnet.

Der BEST CONFERENCE PAPER AWARD ging an Daniel Rüdisser, Tobias Weiss und Lukas Unger (Skyability GmbH) für eine Publikation, welche die wissenschaftliche Fundierung einer innovativen Methode zur dreidimensionalen Messung und Berechnung des thermischen Komforts im urbanen Raum darstellt. Die Methode wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie geförderten Projekts Smart City Sensing entwickelt. Mit Hilfe von Drohnen und aufwändigen numerischen Berechnungen können sehr aussagekräftige Karten von urbanen Hitzeinseln angefertigt werden.

 

Abschlusstreffen/Projektabschluss DeStoSimKaFe

Bild von

Vom 10.-11.09.2020 fand das Abschlusstreffen des Projektes DeStoSimKaFe bei AEE INTEC in Gleisdorf statt. Im Zentrum des Projekts DeStoSimKaFe stand die Anwendbarkeit und Umsetzbarkeit innovativer und nachhaltiger Wärme- und Kälteversorgung auf Basis Kalter Fernwärme zu. Um das zu erreichen, erfolgte die Entwicklung komplexer technischer Systemlösungen und von methodischen und simulationstechnischen Grundlagen für die Konzeption, Planung und langfristige Bewertung solcher Systeme. Aufbauend auf die erarbeiteten Systemlösungen und der technisch/ökologischen Bewertung werden für maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen für Kalte Fernwärme erarbeitet, die dann in eine ökonomische Bewertungsmethode einfließen. Durch das breit aufgestellte Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Wärmepumpenproduzent, Beratungs- und Planungsunternehmen und einem Energieinstitut konnte eine solide Basis für die Beantwortung der Forschungsfragen geschaffen werden.

Die beiden intensiven Tage des Abschlusstreffens wurden genutzt, um finale Projektergebnisse zu diskutieren, die Berichtslegung mit den Partnern zu koordinieren und sich über die jeweiligen Branchen-Entwicklungen auf den neuesten Stand zu bringen. Darüber hinaus wurden potentielle Follow-ups und zukünftige Forschungsfragen erarbeitet und eine umfangreiche Reflexion durchgeführt.

Als konkrete Forschungsresultate wurden Modelle für die Simulation und Bewertung von verschiedensten Systemkonfigurationen auf Basis kalter Fernwärme erstellt. Diese wurden zur Langzeitbewertung der jeweiligen Systeme unter sich ändernden Rahmenbedingungen genutzt. Daraus konnten die Verhalten, Einflüsse und vor allem die Einsatzgrenzen einzelner Systemvarianten und Einflussparameter abgeleitet werden.

Als wichtigste Take-aways zeigten sich, dass für eine erfolgreiche Implementierung von kalten Fernwärmelösungen eine gute Verfügbarkeit von lokalen Wärmequellen wie Abwärme vor Ort unabdingbar sind. Das Konsortium stimmt ferner überein, dass es vielerorts Abwärmepotential nicht erkannt wird: bereits niedertemperaturige Ströme (z.b. bei 30°C) stellen sehr gut nutzbare Potentiale dar, die in Kalte Fernwärme-Anwendungen einem enormen Beitrag liefern zu einem Ausstieg aus ineffizienter und fossiler Wärme- und Kälteversorgung liefern können. Hier besteht jedoch noch weiterer Bedarf an Demonstrationsprojekten und Umsetzungen, um dieses Potential auch sichtbar zu machen für die breite Öffentlichkeit.

 

Ausgabe 03 | 2020 der „nachhaltigen technologien“ ist online

Die große Herausforderung der Zukunft wird die Umsetzung einer „klimafitten“ Energieversorgung für Gebäude und Quartiere sein. Dies gilt sowohl für den Winter und zunehmend mehr auch für den Sommer. Diesbezüglich gibt es zwar eine große Anzahl an Forschungsvorhaben – die Umsetzung in der Praxis ist jedoch immer noch schwierig. In dieser Ausgabe der „nachhaltigen technologie“ werden innovative Demonstrationsgebäude und -quartiere vor den Vorhang geholt, an denen diese Ziele hervorragend und auch leistbar umgesetzt wurden. Monitoringergebnisse bestätigen den innovativen Ansatz und den tatsächlich sehr geringen Energieverbrauch.

Bauteilaktivierung, Energiemanagementsysteme, Eisspeicherlösungen, Digitalisierungskonzepte für Bewohner sind nur einige Schlagwörter, welche in zukünftigen Energie- und Haustechnikkonzepten nicht mehr wegzudenken sind. Diese Beispiele sollen ermutigen, zukünftig nicht nur bewährte Standardlösungen, sondern durchaus Neuerungen und Innovationen erfolgreich umzusetzen.

 

Intelligente Stadtvermessung

Im August 2020 hat das Projektteam von AEE INTEC und Skyability die ausgezeichneten Bedingungen zur Untersuchung von städtischen Hitzeinseln (IUHI) in der Grazer Altstadt genutzt. Bei der von AEE INTEC im Rahmen des von der FFG geförderten Projekts SmaCiSe entwickelten innovativen Methode wird mithilfe einer Drohne, welche mit einer Thermografie- und Multispektralkamera ausgestattet ist, sowohl die Wärmestrahlung, als auch die reflektierte Solarstrahlung im gesamten Bereich exakt detektiert. In heißen urbanen Umgebungen bestimmt die Strahlungstemperatur das Hitzeempfinden maßgeblich, sowohl in Bezug auf die subjektiv wahrgenommene Temperatur, aber auch hinsichtlich der objektiven physiologischen Belastung. Aus diesem Grunde verwendet das Projektteam aufwändige Messtechnik und komplexe numerische Verfahren zur möglichst präzisen und flächendeckenden Bestimmung dieser wichtigen Größen.

Über das Projekt wurde ausführlich in der Kleinen Zeitung vom 23. August 2020 berichtet, zudem erscheint demnächst ein Beitrag in der Sendung Road to Digital Austria auf ATV und Puls 4.

 

Neuigkeiten aus dem Leitprojekt giga_TES

Große thermische Energiespeicher (TES) bis etwa zwei Millionen Kubikmeter erhöhen durch saisonale Wärmespeicherung die Flexibilität von Fernwärmesystemen bei der Transformation des Versorgungssystems hin zu 100 % erneuerbarer Energie. Das im Leitprojekt giga_TES gewonnene Know-how im Bereich Großwärmespeicher für erneuerbare Fernwärmesysteme soll in ein nachfolgendes Demonstrationsprojekt in Österreich einfließen.

Am 18. und 19.6.2020 fand das halbjährlich stattfindende Konsortialtreffen der Projektpartner, vier österreichischen und zwei europäischen Forschungsinstituten sowie zwölf Schlüsselunternehmen der europäischen Material-, Komponenten- und Bauindustrie sowie Ingenieurbüros und Fernwärmenetzbetreibern, als virtuelles Meeting statt. Neben Berichten über erfolgreiche Material- und Komponententests bis hin zu Patentanmeldungen im Bereich der Speicherkomponenten und Abdeckungen für Großwärmespeicher standen Ergebnisse der Validierung von simulationsbasierten Speicher- und Komponentenmodellen auf dem Programm. Ergänzend stellte der Projektpartner Planenergi aktuelle Umsetzungsprojekte in Dänemark vor. 

Neben technischen Optimierungen, Lebensdaueranalysen für Großwärmespeicher und ganzheitlichen Systemsimulationen realer Fernwärmesysteme stehen Modelle zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit im Fokus der letzten Projektphase.

Weitere Informationen und Ergebnisse des Leitprojekts finden Sie auf der Projektwebsite. https://www.gigates.at/index.php/de/

Das Projekt „giga_TES“ wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Energieforschung (e!MISSION) - 3. Ausschreibung Energieforschung 2016“ durchgeführt.

 

Create - Kompaktes thermisches Energiespeichersystem

Das CREATE-Projekt entwickelte eine Wärmebatterie, die Wärme kompakt und nahezu ohne Wärmeverluste speichern kann. Diese Speichertechnologie ermöglicht die Speicherung von Wärme aus Solarkollektoren im Sommer, um im Winter zu heizen oder warm Wasser zu liefern. Das von der EU finanzierte Projekt entwickelte Speichermaterial und -komponenten und stellte diese in einem Prototyp einer Wärmebatterie zusammen, das in einem Haus in Warschau, Polen, demonstriert wurde.

 

Abwärmenutzung für industrielle Prozesse

Jürgen Fluch von AEE  INTEC moderierte den Block Risikominimierung in einem von zwei vierstündigen Workshops im Rahmen des IEA IETS Annex 15 / Task 3 (industrielle Abwärmenutzung), die am 25. und 26. Juni 2020 stattfanden.

Ökonomische, finanzielle oder technologische Barrieren sind neben Soft Facts wie mangelndes Vertrauen oder subjektive Risikoeinschätzung Herausforderungen für die Umsetzung von Abwärmeprojekten in der Industrie. Unvorhersehbare Schwankungen der Energiepreise, fehlende verlässliche Geschäftsmodelle zur Finanzierung oder technologische Schwierigkeiten in Planung und Betrieb sind weitere Gründe, warum Projekte zur Abwärmenutzung nicht umgesetzt werden.

Durch Untersuchung und Kombination von Methoden zur Identifikation und Quantifizierung nutzbarer Abwärme in der Industrie, Abschätzung zukünftiger Einflussfaktoren auf Abwärmeprojekte, Aspekte des Betriebs in industriellen Energiesystemen sowie Risikobewertung werden in dem Annex des IETS-Technologieprogramms (Industrial Energy-Related Technologies and Systems) der Internationalen Energieagentur Möglichkeiten und Lösungsansätze diskutiert sowie bereits umgesetzte oder geplante innovative Demonstrationsprojekte vorgestellt.

Kontextlink zur Projektwebsite  https://iea-industry.org/annexes/annex-xv-industrial-excess-heat-recovery

Annex 15 / Task 3 des IEA Industrial Energy-Related Technologies and Systems (IETS) Programme wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert. 

 

Solare Prozesswärme

Am 17. 6. 2020 fand ein Online-Meeting des Task 64 des Solar Heating and Cooling Programme der Internationalen Energieagentur (IEA SHC) zum Thema Solare Prozesswärme statt. Der IEA SHC Task 64 fokussiert auf die Integration von solarer Prozesswärme in industrielle Prozesse aller Industriebranchen und Bereiche mit thermischem Energiebedarf. Neben der Abdeckung aller Arten von Solarkollektoren und Trägermedien soll solare Prozesswärme als integraler Bestandteil einer hybriden Energieversorgung in der Industrie hervorgehoben werden. Schwerpunkte adressieren integrierte Energiesysteme, Modularisierung, Simulation, Standardisierung und marktnahe Leitlinien.

Jürgen Fluch von AEE  INTEC präsentierte den Stand des Subtasks E, in dem ein Leitfaden für die relevanten Märkte ausgearbeitet wird, wobei eine lebhafte Diskussion über Kosten und deren Kategorisierung stattfand.

Kontextlink zur Projektwebsite https://task64.iea-shc.org/description

Task 64 des IEA Solar Heating and Cooling Programme wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.

 

Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2019

Die Dokumentation und Analyse der Marktentwicklung der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie schafft eine Daten-, Planungs- und Entscheidungsgrundlage für zahlreiche Akteursgruppen in der Politik, der Wirtschaft und im Bereich der Forschung und Entwicklung. Die vorliegende Marktstudie “Innovative Energietechnologien in Österreich – Marktentwicklung 2019“ schafft diese Grundlagen für die Bereiche feste Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft.

Neben der Dokumentation von Verkaufszahlen für den Inlandsmarkt und den Exportmarkt werden volkswirtschaftliche Kennzahlen im Bereich der Umsätze, der Arbeitsplätze und der CO2-Effekte dieser Technologien präsentiert.

Die österreichischen Unternehmen in den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft konnten im Jahr 2019 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro erzielen und mehr als 30.000 Personen beschäftigen. Durch die Anwendung dieser innovativen Technologien wurden in Österreich 66,2 Terawattstunden erneuerbare Energie bereitgestellt und klimaschädliche Emissionen im Umfang von 14 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden.

AutorInnen: P. Biermayr, C. Dißauer, M. Eberl, M. Enigl, H. Fechner, B. Fürnsinn, M. Jaksch-Fliegenschnee, K. Leonhartsberger, S. Moidl, E. Prem, C. Schmidl, C. Strasser, W. Weiss, M. Wittmann, P. Wonisch, E. Wopienka

 

Ausgabe 02 | 2020 der „nachhaltigen technologien“ ist online

Zahlreiche Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen forderten von der Politik zuletzt in Folge von Covid-19 eine Forcierung von integrierten Maßnahmen, die sowohl die Konjunktur befeuern als auch dem Klimaschutz nachhaltig dienen. Dr. Fatih Birol, Executive Director der Internationalen Energieagentur (IEA), sieht diesen Weg als unumgänglich und gibt im Leitartikel der vorliegenden Ausgabe Handlungsempfehlungen für die Politik.

Dem Thema Versorgungssicherheit und Resilienz in der Energieversorgung kommt in diesem Zusammenhang große Bedeutung zu.  Hybride erneuerbare Versorgungssysteme können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Hybride Solartechnologien (PVT) haben sich in den letzten Jahren im Schatten der Einzeltechnologien Photovoltaik und Solarthermie zu einem etablierten Anwendungssegment mit einer weltweit installierten Fläche von 1,17 Mio. m² entwickelt. PVT-Systeme überzeugen durch eine wesentlich höhere Flächeneffizienz als die vergleichbaren Einzeltechnologien. Das macht sie aufgrund der zukünftig verstärkt geforderten Versorgung mit vor Ort generierter erneuerbarer Energie besonders für den Gebäudesektor interessant.

Mehr zu hybriden Solartechnologien erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von „nachhaltige technologien“.

 

Integrierte erneuerbare Energiesysteme für die Industrie

Dreiteilige Stakeholder-Workshopreihe des e!MISSION-Projekts CORES

Am 17.6.2020 fand von 10:00 – 12:30 der erste Stakeholder-Workshop statt. Jürgen Fluch, Projektleiter von CORES, präsentierte das Projekt mit der Vorstellung der Ziele, der geplanten Ergebnisse und wie das Konsortium diese erreichen will. Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Hammerl (Stadtlabor Graz).

Im Projekt CORES wird ein Simulationsalgorithmus für die Optimierung hybrider Energieversorgung in der Industrie entwickelt, der in drei Industrieunternehmen, Agrana Fruit Austria GmbH, Gebrüder Woerle Ges.m.b.H. und Lasselsberger GmbH getestet wird. Daraus werden Konzepte für die Auslegung und den Betrieb notwendiger Regelungskonzepte nachhaltiger Energieversorgungssysteme in Industriebetrieben abgeleitet. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energieträger in der Industrie signifikant zu erhöhen.

Dominik Seliger von der TU Wien gab einen Einblick zum Stand der Modellentwicklung und den Aufbau der Systemsimulation der in CORES adressierten Technologien (Abwärmenutzung, Solarthermie, PV, PVT, Wärmepumpen und Speicher) sowie entwickelte Bewertungskriterien. In spannenden Diskussionen und einem interaktiven Austausch wurden konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze mit eingeladenen Industrieunternehmen, Technologieanbietern und Anlagenbauern erörtert.

Ziel der Workshopreihe ist es, Praxiswissen und Interessen von Industriebetrieben in die Entwicklung von CORES einzubinden, konstruktives Feedback zu den Zwischenergebnissen zu erhalten sowie den Nutzen der Projektergebnisse für die Anwendung in der Industrie zu erhöhen. Die weiteren Workshops sind im März 2021 und im Jänner 2022 geplant.

Weitere Informationen https://bit.ly/2LVQGM0!

Das Projekt CORES wird im Rahmen des Programms „Energieforschung“ durchgeführt und durch Mittel des Klima- und Energiefonds gefördert.

Integrated renewable energy systems for industry

Three-part stakeholder workshop series of the e!MISSION project CORES

 

Sitzung der OIB-Arbeitsgruppe zum Smart Readiness Indicator

Zur Bearbeitung des Themas Smart Readiness Indicator (SRI) wurde als Reaktion auf die Europäische Gebäuderichtlinie 2018 seitens des OIB-Sachverständigenbeirats zur Richtlinie 6 (SVB RL6) eine Arbeitsgruppe gegründet (AG SRI). Diese soll für den Sachverständigenbeirat SVB RL6 eine Empfehlung für die weitere Vorgangsweise zum Thema erarbeiten. Am 16. Juni 2020 fand eine Sitzung der Arbeitsgruppe statt, für die AEE  INTEC zu einem Vortrag eingeladen wurde. Armin Knotzer hielt die Präsentation und diskutierte das Thema SRI online mit den VertreterInnen der Arbeitsgruppe und der zweiten Vortragenden Doris Österreicher von der Universität für Bodenkultur.

 

Wärmepumpentechnologie im Fokus

Am 28.5.2020 fand im Rahmen einer klimaaktiv-QM Heizwerke-Weiterbildung und einem Green Energy Insight Talk des Green Energy Lab ein kostenloses Webinar zum Thema Wärmepumpentechnologien für die Rauchgaskondensation in Heizwerken statt.

Ewald Jaunegg vom Ingenieurbüro Ewald Jaunegg e.U. verglich verschiedene Wärmepumpentechnologien für den Einsatz in Heizwerken mit Rauchgaskondensation. Anschließend stellte Harald Blazek von STEPSAHEAD Energiesysteme GmbH die Absorptionswärmepumpentechnologie und ihre Einsatzmöglichkeiten vor. Im Webinar wurde auch ein detailliertes Auslegungsbeispiel erarbeitet und die Fragen der 98 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beantwortet.

Um das Maximum aus dem Brennstoff Holz herauszuholen, sollte sich jeder Heizwerksbetreiber grundsätzlich anschauen, welche Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Absorptionswärmepumpen möglich sind.

klimaaktiv QM Heizwerke ist ein österreichweites Qualitätsmanagementprogramm zur Steigerung der technischen Qualität und Effizienz von Biomasseheizwerken und Nahwärmenetzen, das von AEE INTEC geleitet wird. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine begleitende Qualitätskontrolle bei Planung, Errichtung und Anlagenbetrieb.

Green Energy Lab ist die derzeit größte österreichische Forschungsinitiative für Entwicklung und Demonstration grüner Energietechnologien auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbarem Strom und Wärme.

Für die Präsentation von Ewald Jaunegg bitte den Vortragenden direkt per Email kontaktieren: office@ewaldjaunegg.com

 

 

IEA SHC Solar Heat Worldwide Report Ed. 2020

Im Auftrag des Solar Heating and Cooling Programme der Internationalen Energieagentur und des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wird der IEA SHC Solar Heat Worldwide Report jährlich von AEE  INTEC erstellt.

Die kumulierte installierte Leistung der Solartechnologien für Solares Heizen und Kühlen betrug Ende 2019 479 GWth (684 Millionen Quadratmeter). Der entsprechende jährliche solarthermische Energieertrag betrug 389 TWh, was einer Einsparung von 41,9 Millionen Tonnen Öl und 135,1 Millionen Tonnen CO2 oder dem 3,5-fachen des jährlichen CO2-Ausstoßes der Schweiz entspricht.

Zwei Bereiche mit stetigem Wachstum ist die Anzahl der Megawatt-Systeme für Fernwärme und industrielle Anwendungen. Ende 2019 waren rund 400 solarthermische Großanlagen (> 350 kWth; 500 m²) an Fernwärmenetze angeschlossen oder in Wohngebäuden in Betrieb. 800 solare Prozesswärmesysteme mit einer Kollektorfläche von insgesamt 1 Million m² (700 MWth) sind derzeit in Betrieb. Die weltweit größte solare Prozesswärmeanlage Miraah im Oman wurde 2019 um rund 200 MWth erweitert und verfügt nun über eine installierte Leistung von 300 MWth.

Der PVT Markt entwickelte sich 2019 sehr gut und verzeichnete ein signifikantes globales Wachstum von plus 9 Prozent.

 

Europäischer Energiemanager - EUREMnext Webinar

France Sunoptimo automotive

Energiemanager, Berater und interessierte Betriebe haben am 22.4.2020 am EUREMnext ExpertInnen-Workshop „Energieaudit-Werkzeug zur Identifizierung und Bewertung thermischer Energieeffizienz“ teilgenommen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde die Veranstaltung als Online-Workshop abgehalten, was in einer Umfrage unter den knapp 40 Teilnehmern als durchaus positiv bewertet wurde. Keine Anfahrtszeiten und professionelle Software-Lösungen erleichtern die Teilnahme. Wie immer wurde die Veranstaltung bestens organisiert und moderiert von Sonja Starnberger (Energieinstitut der Wirtschaft).

Wolfgang Gruber-Glatzl von AEE INTEC bereitete im 1. Teil des Workshops drei Aufgabenstellungen vor, die die Teilnehmer im EUREMnext Energieaudit-Support-Tool lösen konnten. Im 2. Teil leitete Jürgen Fluch, ebenfalls AEE INTEC, einen regen Erfahrungsaustausch zur Durchführung von thermischen Energieaudits in Betrieben.

Link zum Projekt EUREMnext https://www.energymanager.eu/en/euremnext-project/

 

Webinar – Möglichkeiten der Solarwärmenutzung in Malaysia

CSH RAM Industrial Solar

Am Mittwoch, den 22. April 2020, zeigten Jürgen Fluch (Bereichsleiter bei AEE  INTEC) und Marlene Sayer (UNIDO Projektpartner) in einem frei zugänglichen Webinar, wie solare Prozesswärme zur Dekarbonisierung des industriellen Wärmebedarfs in Malaysia beitragen kann.

Organisiert und moderiert wurde das Webinar von Belén Gallego (ata insights) Kern des Webinars war das laufende UNIDO Projekt mit AEE  INTEC und die erreichten Ergebnisse im Rahmen des Ausbildung, konkreter Umsetzungen sowie ein Ausblick auf die letzte Projektphase. Behandelte Themen waren neben dem Potenzial der Solarwärmenutzung und industrieller Energieeffizienz auch die detaillierte Vorstellung eines spezifischen von AEE  INTEC entwickelten Tools im Hinblick auf Design, Integration oder Auswahl des geeignetsten Systems aus Kollektor, Speicher, Wärmetauscher und Integrationspunkt, um den bestehenden industriellen Bedarf bestmöglich mit Solarenergie decken zu können. Außerdem wurden wirtschaftliche Aspekte, wie z. B. geeignete wirtschaftliche Bewertungsmethoden und die Integration von Investoren anhand real umgesetzter Projekte angesprochen.

Die vielen Fragen und Teilnehmer aus dem Energieversorgungsbereich zeigten das rege Interesse für den Einsatz von sauberen Energieversorgungslösungen für die Industrie in Malaysia.


Foto: Industrial Solar

 

Webinar – Neues zum Thema Lüftung

Die Forschung zum Thema Lüftungssysteme gab trotz (oder wegen der) Coronakrise ein kräftiges Lebenszeichen - am Donnerstag, den 16. April 2020, fand von 9:00 bis 12:00 Uhr das Webinar

Neues zum Thema Lüftung: Planung, Balance, Betrieb und Brandschutz

statt. Es wurde von AEE – Institut für Nachhaltige Technologien gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen, Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, Universität Innsbruck organisiert.

Etwa 100 interessierte TeilnehmerInnen folgten den Präsentationen zu aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Bereich zentrale mechanische Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung in Wohngebäuden. Themen waren dabei neue Planungshilfen des Passivhausinstituts und der Universität Innsbruck, Mess- und Forschungsergebnisse zur Luftmengen-Balance im Gesamtsystem und Einzelwohnungen, Integration von Dunstabzugs-Systemen und Schadstoffen, sowie Konzepte und Ideen zu Brandschutzlösungen und -komponenten in Lüftungssystemen. Das Webinar richtete sich an (Haustechnik-/Lüftungs-) PlanerInnen und Ausführende, sowie BehördenvertreterInnen, EnergieberaterInnen und alle Interessierten.

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Das Webinar fand im Rahmen des ‚Stadt der Zukunft‘-Projektes E.Vent und der österreichischen IEA-Kooperation (IEA EBC Annex 68) statt. ‚Stadt der Zukunft‘ ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMK von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt.

 

Methodenentwicklung für die beschleunigte Generierung von thermischen Speicher-Modellen

Eine neue Dissertationsarbeit bei AEE INTEC beschäftigt sich mit der numerischen Modellierung neuer Energiespeichertechnologien.

Das Hauptziel der Arbeit ist die Entwicklung allgemeiner Ansätze und Methoden zur Erstellung numerischer Wärmespeichermodelle für dynamische Systemsimulationen. Mit den erarbeiteten Methodiken soll die Entwicklung neuer Modelle schneller, effizienter und kostengünstiger werden. Um einen beschleunigten Modellierungsprozess zu ermöglichen, wird dabei die zukünftig vielversprechende, akausale, gleichungsbasierte und objektorientierte Modellierungssprache Modelica verwendet.

Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung und Erprobung dieser allgemeinen Methodiken durch die Einführung von zwei neuen, wissenschaftlich geprüften und validierten Wärmespeicher-Modellen für dynamische Systemsimulationen, die bei AEE INTEC im Rahmen laufender nationaler und internationaler Forschungsprojekte zum Einsatz kommen werden. Eines der Modelle bezieht sich auf große Erdbecken-Wärmespeicher und das andere auf thermochemische Kompaktwärmespeicher.  Diese beiden Modelle werden eine eingehende Analyse, Auslegung und Optimierung dieser neu aufkommenden Wärmespeicher-Technologien und damit eine beschleunigte Markteinführung und Integration in zukünftige Energiesysteme ermöglichen.

Die Dissertation wird durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms “Forschungspartnerschaften: Industrienahe Dissertationen 2020 - 6. AS Forschungspartnerschaften“ gefördert.

 

Partizipative Prozesse im Wohnbau – neues Smart Cities-Demo-Projekt gestartet

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Am 13.02.20 fand das offizielle Kick-off-Meeting im Hause der WEGRAZ in Graz zum Pilotprojekt „Smart Mainstreaming – Demonstration der Multiplizierbarkeit von partizipativen Prozessen im Regelwohnbau“ statt.
In dem Pilotprojekt werden in einem kooperativen und Disziplinen übergreifenden Entwicklungsprozess zwischen dem Projektteam, relevanten Akteuren aus der Standortgemeinde Eggersdorf bei Graz sowie zukünftigen BewohnerInnen neue Herangehensweisen in Entwicklung, Planung und Vertrieb eines Wohnprojekts demonstriert. Leistbarkeit und das Ausnutzen von Kostenreduktionspotenzialen sind ebenso klare Zielvorgaben wie der Anspruch, Innovationen für mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourcenschonung auf den Boden zu bringen. Am Ende des Prozesses steht ein ganzheitlich gedachtes und realisiertes Projekt mit Mehrwert für BewohnerInnen, Nachbarschaft/Gemeinde und Bauherren, dessen Genese wegweisend und multiplizierbar für zukünftige partizipative, nachhaltige und innovative Bauvorhaben im Regelwohnbau sein soll. In dem von AEE INTEC geleiteten Arbeitspaket „Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcen“ werden Baukonstruktion und Komponenten für Low-Tech-Lösungen, Nahe-Nullenergie Gebäudekonzepte, sowie die energetische und ökologische Optimierung der baulichen, haustechnischen und infrastrukturellen Maßnahmen des Quartiers (Baustoffe, Wassermanagement, Mobilität etc.) in Hinblick auf CO2 und Primärenergiebedarf untersucht.

Projekteinreicher: WEGRAZ
Projektkoordinator: StadtLABOR Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH
ProjektpartnerInnen: AEE INTEC, schwarz.platzer architekten.zt-gmbh

Dieses Projekt wird durch den Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „SMART CITIES DEMO – LIVING URBAN INNOVATION“ gefördert.

Foto: KooPro / AEE  INTEC

 

Integrierte solare Versorgungskonzepte für klimaneutrale Gebäude

Am 5. Februar 2020 gab es den offiziellen Startschuss für das Forschungsprojekt „Sol4City - Integrierte solare Versorgungskonzepte für klimaneutrale Gebäude der „Stadt der Zukunft““. Gastgeber für das Kick-off-Meeting war Sonnenkraft GmbH in St. Veit an der Glan. Die Kompetenzen von führenden Forschungsinstituten und Industriepartnern aus Österreich und Deutschland werden in einem bilateralen, kooperativen Konsortium gebündelt, um regenerative Energieversorgungskonzepte mit hohen solaren Deckungsgraden für Wärme, Kälte, Haushaltsstrom und Elektromobilität für Geschoßwohnbauten und Quartiere zu entwickeln.

Der Kern des Vorhabens wird dabei durch die kombinierte Nutzung von verfügbaren Technologien gebildet. Dabei geht es um die Aktivierung thermischer Massen ebenso wie um PV- und Batterie-Technologien, Wärmepumpen, Eisspeicher oder Netzwerke.   Im Kontext des Gesamtsystems sollen auch neue Komponenten und Verfahren wie PVT-Hybridkollektoren, Sorptionstechnologien, Vakuumwärmedämmung und interaktive Regelung des Gesamtsystems entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Unter Berücksichtigung von synergetischen Wechselwirkungen mit Netzinfrastrukturen (Strom und Wärme) im Sinne der Nutzung bidirektionaler Flexibilitätsoptionen sollen am Projektende ganzheitliche Energieversorgungskonzepte vorliegen. Dabei werden maximale Flächeneffizienz der Umwandlungstechnologien vor Ort sowie hohe ökonomische Konkurrenzfähigkeit für die breite Anwendbarkeit in der „Stadt der Zukunft“ abgestrebt.

Projektkoordinator: AEE INTEC

Partner aus Österreich: Institute of Polymeric Materials and Testing - Johannes Kepler Universität Linz, GREENoneTEC Solarindustrie GmbH, SONNENKRAFT GmbH, KIOTO Photovoltaics GmbH, Kreisel Electric GmbH&CoKG

Partner aus Deutschland: IGTE Universität Stuttgart (Leitung für das deutsche Konsortium), Viessmann Werke GmbH & Co KG

Dieses Projekt wird durch das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des Programms „Stadt der Zukunft“ gefördert.

 

Größtes EU-Projekt zur Digitalisierung in der Industrie

Arrowhead Tools ist derzeit das größte EU-Projekt zur Digitalisierung in der Industrie mit 81 Projektpartnern, darunter Volvo, Bosch, Philips, Infineon etc. Das Gesamtprojektbudget liegt bei rund 91 Mio EUR. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist, den Datenaustausch zwischen Sensoren und Soft- und Hardware effizient und sicher zu gestalten. Der Projektstart war Anfang Mai in Göteborg, Schweden.

Es gibt 20 unterschiedliche Entwicklungslinien zu Digitalisierungsthemen in der Industrie, die in unterschiedlichen Branchen Anwendung finden wie zum Beispiel Verkehr (autonomes Fahren), Gesundheit, Halbleiter- und Automobilindustrie sowie im Gebäudesektor. Innerhalb dieser Entwicklungslinien werden die entwickelten Tools an konkreten Anwendungen validiert.

AEE INTEC leitet die Linie „Digitaler Zwilling für Gebäude“. Und kooperiert dabei mit Infineon Austria und EQUA Solutions (Schweden/Schweiz). Ziel dieser Entwicklungslinie ist es, ein reales Gebäude mit seinem Digitalen Zwilling zu koppeln. Das heißt, eine Gebäude- und Anlagensimulation wird in Echtzeit mit Messdaten aus dem Gebäude gekoppelt, so dass die Simulation immer den aktuellen Zustand des Gebäudes widerspiegelt. Die Informationen aus der Simulation können dann zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden:

  • Optimierung der Gebäuderegelung auch bei sich ändernden Randbedingungen (Wetter, Nutzerverhalten, Nutzungsart der einzelnen Räume) und damit verbesserter Nutzerkomfort und höhere Energieeffizienz
  • Einfache Fehlerdetektion
  • Genauere Informationen über das Gebäude durch Nutzung von sogenannten virtuellen Sensoren (Rechenwerte aus der Simulation), die auch für die Regelung verwendet werden können

Infineon Österreich investiert derzeit 1,6 Milliarden Euro am Standort Villach. Neben einer neuen vollautomatisierten Chipfabrik für 300 mm Dünnwafer wird auch ein neues Forschungs- und Entwicklungsgebäude errichtet. Dieses wird innerhalb des Projekts Arrowhead Tools mit einem Digitalen Zwilling ausgestattet. Heizung, Lüftung und Kühlung werden damit besonders effizient und auf hohen Nutzerkomfort ausgerichtet betrieben werden.

 

AEE INTEC gewinnt den Energy Globe Styria Award 2019 in der Kategorie „weltweit“

Bereits zum 16. Mal wurde am 14.5.2019 in der Aula der Alten Universität in Graz der Landespreis „Energy Globe Styria Award" vergeben. Mit dem renommierten Energie- und Umweltpreis werden steirische Initiativen vor den Vorhang geholt, die sich für den Klimaschutz stark machen.

Überreicht wurden die Trophäen und Urkunden von Umweltlandesrat Anton Lang und dem Leiter der Konzernkommunikation der Energie Steiermark AG Urs Harnik-Lauris. Mit dem Projekt „SOLTRAIN" gewann AEE INTEC in der Kategorie „weltweit“.

Hintergrund SOLTRAIN

Im Rahmen des Projekts „Solarthermische Ausbildung und Demonstration“ (SOLTRAIN) wird in den Ländern Botswana, Lesotho, Namibia, Mozambique, Simbabwe und Südafrika eine beschleunigte Nutzung von thermischen Solaranlagen vorangetrieben und unterstützt. SOLTRAIN beschäftigt sich mit der Errichtung von Demonstrations- und Trainingsanlagen, als auch mit Know-how-Transfer sowie den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die verstärkte Nutzung von Solarthermie und den Umstieg von einer derzeit fossilen zu einer nachhaltigen Energieversorgung  in den oben angeführten Ländern ermöglichen.

In dem seit 2009 laufenden Projekt wurden bisher 326 solarthermische Anlagen errichtet, etwa 110 Ausbildungskurse veranstaltet, ca. 3000 Personen ausgebildet sowie in einem umfassenden Stakeholderprozess „Solar Thermal Roadmaps“ für alle beteiligten Länder entwickelt, die die Regierungen bzw. Stakeholder in der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen sollen. Durch Monitoring ausgewählter Anlagen wird deren Funktionsfähigkeit sowie die CO2-Einsparung nachgewiesen. Die errichteten Anlagen kommen hauptsächlich sozialen Einrichtungen (Spitälern, Waisen- und Altersheimen, HIV/AIDS Institutionen etc.) bzw. Schulen und  Tourismuseinrichtungen zugute und unterstützen die beteiligten Firmen auch im Erwerb von Know-how in Spezialthemen wie solarer Prozesswärme oder solarer Kühlung.

Das Projekt wird von der Austrian Development Agency sowie dem OPEC Fund for International Development finanziert.

http://SOLTRAIN.org/