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News

Wärmepumpentechnologie im Fokus

Am 28.5.2020 fand im Rahmen einer klimaaktiv-QM Heizwerke-Weiterbildung und einem Green Energy Insight Talk des Green Energy Lab ein kostenloses Webinar zum Thema Wärmepumpentechnologien für die Rauchgaskondensation in Heizwerken statt.

Ewald Jaunegg vom Ingenieurbüro Ewald Jaunegg e.U. verglich verschiedene Wärmepumpentechnologien für den Einsatz in Heizwerken mit Rauchgaskondensation. Anschließend stellte Harald Blazek von STEPSAHEAD Energiesysteme GmbH die Absorptionswärmepumpentechnologie und ihre Einsatzmöglichkeiten vor. Im Webinar wurde auch ein detailliertes Auslegungsbeispiel erarbeitet und die Fragen der 98 Teilnehmer und Teilnehmerinnen beantwortet.

Um das Maximum aus dem Brennstoff Holz herauszuholen, sollte sich jeder Heizwerksbetreiber grundsätzlich anschauen, welche Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Absorptionswärmepumpen möglich sind.

klimaaktiv QM Heizwerke ist ein österreichweites Qualitätsmanagementprogramm zur Steigerung der technischen Qualität und Effizienz von Biomasseheizwerken und Nahwärmenetzen, das von AEE INTEC geleitet wird. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine begleitende Qualitätskontrolle bei Planung, Errichtung und Anlagenbetrieb.

Green Energy Lab ist die derzeit größte österreichische Forschungsinitiative für Entwicklung und Demonstration grüner Energietechnologien auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbarem Strom und Wärme.

 

 

IEA SHC Solar Heat Worldwide Report Ed. 2020

Im Auftrag des Solar Heating and Cooling Programme der Internationalen Energieagentur und des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wird der IEA SHC Solar Heat Worldwide Report jährlich von AEE  INTEC erstellt.

Die kumulierte installierte Leistung der Solartechnologien für Solares Heizen und Kühlen betrug Ende 2019 479 GWth (684 Millionen Quadratmeter). Der entsprechende jährliche solarthermische Energieertrag betrug 389 TWh, was einer Einsparung von 41,9 Millionen Tonnen Öl und 135,1 Millionen Tonnen CO2 oder dem 3,5-fachen des jährlichen CO2-Ausstoßes der Schweiz entspricht.

Zwei Bereiche mit stetigem Wachstum ist die Anzahl der Megawatt-Systeme für Fernwärme und industrielle Anwendungen. Ende 2019 waren rund 400 solarthermische Großanlagen (> 350 kWth; 500 m²) an Fernwärmenetze angeschlossen oder in Wohngebäuden in Betrieb. 800 solare Prozesswärmesysteme mit einer Kollektorfläche von insgesamt 1 Million m² (700 MWth) sind derzeit in Betrieb. Die weltweit größte solare Prozesswärmeanlage Miraah im Oman wurde 2019 um rund 200 MWth erweitert und verfügt nun über eine installierte Leistung von 300 MWth.

Der PVT Markt entwickelte sich 2019 sehr gut und verzeichnete ein signifikantes globales Wachstum von plus 9 Prozent.

 

Europäischer Energiemanager - EUREMnext Webinar

France Sunoptimo automotive

Energiemanager, Berater und interessierte Betriebe haben am 22.4.2020 am EUREMnext ExpertInnen-Workshop „Energieaudit-Werkzeug zur Identifizierung und Bewertung thermischer Energieeffizienz“ teilgenommen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde die Veranstaltung als Online-Workshop abgehalten, was in einer Umfrage unter den knapp 40 Teilnehmern als durchaus positiv bewertet wurde. Keine Anfahrtszeiten und professionelle Software-Lösungen erleichtern die Teilnahme. Wie immer wurde die Veranstaltung bestens organisiert und moderiert von Sonja Starnberger (Energieinstitut der Wirtschaft).

Wolfgang Gruber-Glatzl von AEE INTEC bereitete im 1. Teil des Workshops drei Aufgabenstellungen vor, die die Teilnehmer im EUREMnext Energieaudit-Support-Tool lösen konnten. Im 2. Teil leitete Jürgen Fluch, ebenfalls AEE INTEC, einen regen Erfahrungsaustausch zur Durchführung von thermischen Energieaudits in Betrieben.

Link zum Projekt EUREMnext https://www.energymanager.eu/en/euremnext-project/

 

Webinar – Möglichkeiten der Solarwärmenutzung in Malaysia

CSH RAM Industrial Solar

Am Mittwoch, den 22. April 2020, zeigten Jürgen Fluch (Bereichsleiter bei AEE  INTEC) und Marlene Sayer (UNIDO Projektpartner) in einem frei zugänglichen Webinar, wie solare Prozesswärme zur Dekarbonisierung des industriellen Wärmebedarfs in Malaysia beitragen kann.

Organisiert und moderiert wurde das Webinar von Belén Gallego (ata insights) Kern des Webinars war das laufende UNIDO Projekt mit AEE  INTEC und die erreichten Ergebnisse im Rahmen des Ausbildung, konkreter Umsetzungen sowie ein Ausblick auf die letzte Projektphase. Behandelte Themen waren neben dem Potenzial der Solarwärmenutzung und industrieller Energieeffizienz auch die detaillierte Vorstellung eines spezifischen von AEE  INTEC entwickelten Tools im Hinblick auf Design, Integration oder Auswahl des geeignetsten Systems aus Kollektor, Speicher, Wärmetauscher und Integrationspunkt, um den bestehenden industriellen Bedarf bestmöglich mit Solarenergie decken zu können. Außerdem wurden wirtschaftliche Aspekte, wie z. B. geeignete wirtschaftliche Bewertungsmethoden und die Integration von Investoren anhand real umgesetzter Projekte angesprochen.

Die vielen Fragen und Teilnehmer aus dem Energieversorgungsbereich zeigten das rege Interesse für den Einsatz von sauberen Energieversorgungslösungen für die Industrie in Malaysia.


Foto: Industrial Solar

 

Webinar – Neues zum Thema Lüftung

Die Forschung zum Thema Lüftungssysteme gab trotz (oder wegen der) Coronakrise ein kräftiges Lebenszeichen - am Donnerstag, den 16. April 2020, fand von 9:00 bis 12:00 Uhr das Webinar

Neues zum Thema Lüftung: Planung, Balance, Betrieb und Brandschutz

statt. Es wurde von AEE – Institut für Nachhaltige Technologien gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen, Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, Universität Innsbruck organisiert.

Etwa 100 interessierte TeilnehmerInnen folgten den Präsentationen zu aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Bereich zentrale mechanische Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung in Wohngebäuden. Themen waren dabei neue Planungshilfen des Passivhausinstituts und der Universität Innsbruck, Mess- und Forschungsergebnisse zur Luftmengen-Balance im Gesamtsystem und Einzelwohnungen, Integration von Dunstabzugs-Systemen und Schadstoffen, sowie Konzepte und Ideen zu Brandschutzlösungen und -komponenten in Lüftungssystemen. Das Webinar richtete sich an (Haustechnik-/Lüftungs-) PlanerInnen und Ausführende, sowie BehördenvertreterInnen, EnergieberaterInnen und alle Interessierten.

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Das Webinar fand im Rahmen des ‚Stadt der Zukunft‘-Projektes E.Vent und der österreichischen IEA-Kooperation (IEA EBC Annex 68) statt. ‚Stadt der Zukunft‘ ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMK von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt.

 

Industrieworkshop für solare Prozesswärme

Ende März (26. / 27. März 2020) findet am Standort von DLR in Köln ein kombinierter Industrieworkshop / ExpertInnentagung zur beschleunigten Implementierung solarer Prozesswärmeprojekte in Zentraleuropa statt.

Etwa 30 % des Endenergieverbrauchs der OECD-Länder entfällt auf den Industriesektor. Der Großteil davon wird für Raumheizung und Kühlung von Gebäuden, sowie Produktionsprozesse mit einem Bedarf an Wärme mit einem Temperaturniveau von ca. 400-500°C benötigt. Dieser Wärmebedarf kann gut mit Solartechnologien abgedeckt werden.

In einem neu definierten Projekt der Internationalen Energieagentur zu solarer Prozesswärme (joint IEA SHC Task 49 / Solar Paces Task IV) werden bei der Tagung die Themen integrierte Energiesysteme, Modularisierung, Simulation und Design-Tools, Standardisierung/Zertifizierung und Leitlinien für den Marktzugang aufgegriffen und diskutiert. Der Industrieworkshop zielt auf einen intensiven Austausch zwischen Industrie und wissenschaftlichen ExpertInnen in Bezug auf weltweite Projekte, Solarenergienutzung und Kosten, sowie Geschäftsmodelle und Finanzierung.

Das Projekt wird im Rahmen der Internationalen Forschungskooperation vom österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.

 

Ausgabe 01 | 2020 der „nachhaltigen technologien“ ist online

nachhaltigen technologien 04 | 2019

Das Ziel einer biobasierten Industrie ist die Entwicklung einer ressourceneffizienteren Produktion, um zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigung, insbesondere in ländlichen Gebieten, beizutragen. Dazu müssen nachhaltige und wettbewerbsfähige Bioraffinerien in Europa entwickelt werden, die sich auf fortschrittliche Prozesstechnologien und Energieversorgungskonzepte stützen, um Biomasse in nutzbare Produkte und Energievektoren, wie z. B. Wasserstoff und Methan umzuwandeln. Die Herausforderungen liegen vor allem in der Demonstration innovativer Technologien, die neue chemische Bausteine, neue Materialien und neue Produkte aus Biomasse ermöglichen und den Bedarf an fossilen Rohstoffen ersetzen. Neue Geschäftsmodelle, die die Akteure entlang der Wertschöpfungskette von der Lieferung von Biomasse an Bioraffinerieanlagen bis hin zu den Verbrauchern von biobasierten Materialien, Chemikalien und Kraftstoffen integrieren, müssen dafür entwickelt werden. Die Einrichtung von Vorzeige-Bioraffinerieanlagen, die Technologien und Geschäftsmodelle für biobasierte Materialien, Chemikalien und Kraftstoffe einsetzen und Kosten- und Leistungsverbesserungen demonstrieren, die mit den Alternativen auf fossiler Basis konkurrenzfähig sind, ist dabei essenziell.

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „nachhaltigen technologien“ bietet Einblick in verschiedene europäische und österreichische Initiativen, Umsetzungen sowie Forschungsprojekte und die zukünftige Relevanz einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Mitglieder der AEE bekommen die Zeitschrift 4 mal im Jahr automatisch zugesandt. Melden sie sich jetzt an und erhalten sie gleich die nächste Zeitung und alle Sonderausgaben der Zeitschrift und Informationen zu unseren aktuellen Veranstaltungen bequem per Post. Hier geht es zur Anmeldung.

Über den nachfolgenden Link kommen sie zur Online-Ausgabe:

 

Methodenentwicklung für die beschleunigte Generierung von thermischen Speicher-Modellen

Eine neue Dissertationsarbeit bei AEE INTEC beschäftigt sich mit der numerischen Modellierung neuer Energiespeichertechnologien.

Das Hauptziel der Arbeit ist die Entwicklung allgemeiner Ansätze und Methoden zur Erstellung numerischer Wärmespeichermodelle für dynamische Systemsimulationen. Mit den erarbeiteten Methodiken soll die Entwicklung neuer Modelle schneller, effizienter und kostengünstiger werden. Um einen beschleunigten Modellierungsprozess zu ermöglichen, wird dabei die zukünftig vielversprechende, akausale, gleichungsbasierte und objektorientierte Modellierungssprache Modelica verwendet.

Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung und Erprobung dieser allgemeinen Methodiken durch die Einführung von zwei neuen, wissenschaftlich geprüften und validierten Wärmespeicher-Modellen für dynamische Systemsimulationen, die bei AEE INTEC im Rahmen laufender nationaler und internationaler Forschungsprojekte zum Einsatz kommen werden. Eines der Modelle bezieht sich auf große Erdbecken-Wärmespeicher und das andere auf thermochemische Kompaktwärmespeicher.  Diese beiden Modelle werden eine eingehende Analyse, Auslegung und Optimierung dieser neu aufkommenden Wärmespeicher-Technologien und damit eine beschleunigte Markteinführung und Integration in zukünftige Energiesysteme ermöglichen.

Die Dissertation wird durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms “Forschungspartnerschaften: Industrienahe Dissertationen 2020 - 6. AS Forschungspartnerschaften“ gefördert.

 

Partizipative Prozesse im Wohnbau – neues Smart Cities-Demo-Projekt gestartet

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Am 13.02.20 fand das offizielle Kick-off-Meeting im Hause der WEGRAZ in Graz zum Pilotprojekt „Smart Mainstreaming – Demonstration der Multiplizierbarkeit von partizipativen Prozessen im Regelwohnbau“ statt.
In dem Pilotprojekt werden in einem kooperativen und Disziplinen übergreifenden Entwicklungsprozess zwischen dem Projektteam, relevanten Akteuren aus der Standortgemeinde Eggersdorf bei Graz sowie zukünftigen BewohnerInnen neue Herangehensweisen in Entwicklung, Planung und Vertrieb eines Wohnprojekts demonstriert. Leistbarkeit und das Ausnutzen von Kostenreduktionspotenzialen sind ebenso klare Zielvorgaben wie der Anspruch, Innovationen für mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourcenschonung auf den Boden zu bringen. Am Ende des Prozesses steht ein ganzheitlich gedachtes und realisiertes Projekt mit Mehrwert für BewohnerInnen, Nachbarschaft/Gemeinde und Bauherren, dessen Genese wegweisend und multiplizierbar für zukünftige partizipative, nachhaltige und innovative Bauvorhaben im Regelwohnbau sein soll. In dem von AEE INTEC geleiteten Arbeitspaket „Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcen“ werden Baukonstruktion und Komponenten für Low-Tech-Lösungen, Nahe-Nullenergie Gebäudekonzepte, sowie die energetische und ökologische Optimierung der baulichen, haustechnischen und infrastrukturellen Maßnahmen des Quartiers (Baustoffe, Wassermanagement, Mobilität etc.) in Hinblick auf CO2 und Primärenergiebedarf untersucht.

Projekteinreicher: WEGRAZ
Projektkoordinator: StadtLABOR Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH
ProjektpartnerInnen: AEE INTEC, schwarz.platzer architekten.zt-gmbh

Dieses Projekt wird durch den Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „SMART CITIES DEMO – LIVING URBAN INNOVATION“ gefördert.

Foto: KooPro / AEE  INTEC

 

Integrierte solare Versorgungskonzepte für klimaneutrale Gebäude

Am 5. Februar 2020 gab es den offiziellen Startschuss für das Forschungsprojekt „Sol4City - Integrierte solare Versorgungskonzepte für klimaneutrale Gebäude der „Stadt der Zukunft““. Gastgeber für das Kick-off-Meeting war Sonnenkraft GmbH in St. Veit an der Glan. Die Kompetenzen von führenden Forschungsinstituten und Industriepartnern aus Österreich und Deutschland werden in einem bilateralen, kooperativen Konsortium gebündelt, um regenerative Energieversorgungskonzepte mit hohen solaren Deckungsgraden für Wärme, Kälte, Haushaltsstrom und Elektromobilität für Geschoßwohnbauten und Quartiere zu entwickeln.

Der Kern des Vorhabens wird dabei durch die kombinierte Nutzung von verfügbaren Technologien gebildet. Dabei geht es um die Aktivierung thermischer Massen ebenso wie um PV- und Batterie-Technologien, Wärmepumpen, Eisspeicher oder Netzwerke.   Im Kontext des Gesamtsystems sollen auch neue Komponenten und Verfahren wie PVT-Hybridkollektoren, Sorptionstechnologien, Vakuumwärmedämmung und interaktive Regelung des Gesamtsystems entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Unter Berücksichtigung von synergetischen Wechselwirkungen mit Netzinfrastrukturen (Strom und Wärme) im Sinne der Nutzung bidirektionaler Flexibilitätsoptionen sollen am Projektende ganzheitliche Energieversorgungskonzepte vorliegen. Dabei werden maximale Flächeneffizienz der Umwandlungstechnologien vor Ort sowie hohe ökonomische Konkurrenzfähigkeit für die breite Anwendbarkeit in der „Stadt der Zukunft“ abgestrebt.

Projektkoordinator: AEE INTEC

Partner aus Österreich: Institute of Polymeric Materials and Testing - Johannes Kepler Universität Linz, GREENoneTEC Solarindustrie GmbH, SONNENKRAFT GmbH, KIOTO Photovoltaics GmbH, Kreisel Electric GmbH&CoKG

Partner aus Deutschland: IGTE Universität Stuttgart (Leitung für das deutsche Konsortium), Viessmann Werke GmbH & Co KG

Dieses Projekt wird durch das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des Programms „Stadt der Zukunft“ gefördert.

 

Nexus Energie, Wasser & (Bio)Industrie

Am 30. Jänner 2020 veranstaltete AEE  INTEC in der Wirtschaftschaftskammer Wien einen internationalen Workshop zum Thema „Nexus Energie, Wasser & Bioindustrie“.  Die Teilnehmer aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Verwaltung konnten in spannenden Vorträgen einen Überblick über technologische Lösungen für eine verbesserte industrielle Energie- und Ressourceneffizienz gewinnen. Aktuelle Entwicklungen und Best Practice Beispiele wurden vorgestellt und die Teilnehmer waren sich einig, dass die effiziente Bereitstellung von Energie, die bestmögliche Integration erneuerbarer Energieträger und die Rückgewinnung von Ressourcen im Sinne einer Kreislaufschließung essentiell für den Wandel hin zu einer nachhaltigen, ressourcen- und energieeffizienten Industrie sind.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, dem Klima- und Energiefonds sowie der Wirtschaftskammer Österreich.

 

14-tägiger Trainingskurs für Solarthermie in Kap Verde

Gemeinsam mit den regionalen Trainingzentren “Zentrum für erneuerbare Energie und industrielle Versorgung” (Center for Renewable Energy and Industrial Maintenance - CERMI) und “Kompetenzzentrum Kap Verde” (Centro Competências Cabo Verde" - CDC3C), in Praia, Kap Verde, veranstaltet AEE INTEC ein spezifisches Trainingsprogramm für Lehrpersonen sowie Ausbildner an Berufsschulen und Universitäten. Die Teilnehmer kommen aus 15 ECOWAS-Mitgliedsstaaten. ECOWAS bezeichnet dabei die “Economic Community of West African States” (Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft). Kürzlich fand ein 14-tägiger Trainingskurs am “Zentrum für erneuerbare Energie und industrielle Versorgung” in Praia statt.

Die Hauptaktivitäten des solarthermischen Trainingprogramms sind:

  •  Kapazitätsbildung im Bereich solare Warmwasserbereitung durch theoretische und praktische “Train-the-trainer”-Kurse für ausgewählte Teilnehmer von Universitäten und Berufsschulen sowie
  • Installation von vier Demonstrationssystemen, die für Demonstrationszwecke und als “Best-practice”-Beispiele an den Trainingszentren zur Verfügung stehen werden.

Das Projekt CERMI Sol läuft sieben Monate und dient vor allem dazu, das Wissen von 40 nationalen Projektbeteiligten bzw. Teilnehmern der Partnerinstitutionen im Bereich Solarthermie zu erweitern und zu stärken. Kurssprachen sind Englisch und Französisch.

Das Projekt wird von der Europäischen Union und der Luxemburger Agentur für Entwicklungszusammenarbeit finanziert.

 

Leitprojekt zur Optimierung der Energieversorgung in der Industrie gestartet

Das Kick-off-Meeting des auf vier Jahre anberaumten und von AEE  INTEC koordinierten Leitprojekts „Digital Energy Twin“ fand am 2.12.2019 in Leoben/Hinterberg, der Firmenzentrale der AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, statt. Mit an Bord sind neben AT & S zehn österreichische und ein deutscher Partner aus Digitalforschung, Energieforschung und Industrie. Das vom österreichischen Klima- und Energiefonds geförderte Projekt unterstützt die Industrie bei der Optimierung von Auslegung und Betrieb ihrer Energieversorgungssysteme. Erstmals sollen auch Lösungen für das Spannungsfeld zwischen volatiler erneuerbarer Energieversorgung und deren effizienter Nutzung für den fluktuierenden Energiebedarf auf Prozessebene in der Industrie gefunden werden.

Durch Anwendung der Methode des digitalen Zwillings werden detaillierte Modelle für ausgewählte energierelevante Prozesse und erneuerbare Technologien in der Industrie entwickelt und validiert. Dabei steht die Entwicklung eines Optimierungsansatzes anhand standardisierter Beispiele, aber auch realer Anwendungen der produzierenden Industrie, im Fokus. Es wird angestrebt, die entwickelten Tools modular und flexibel zu gestalten, um einerseits Kosten und Investitionsrisiken erneuerbarer Energiesysteme zu senken und dadurch andererseits deren Anteil in der Industrie signifikant zu erhöhen. Außerdem soll die Methode als vollkommen neue Ausbildungsmethode „Energiemanager 4.0“ genutzt werden.

Partner: AEE INTEC, AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, FH Vorarlberg (Research Center Digital Factory Vorarlberg / Research Center Energy / Research Center User Centered Technologies / VR Lab), FH Salzburg Informationstechnik & System-Management, Technische Universität Graz Institute for Software Technologies und Institute for Interactive Systems and Data Science, Montanuniniversität Leoben Lehrstuhl für Energieverbundtechnik, Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG, Enertec Naftz & Partner GmbH & Co KG, Schmoll Maschinen GmbH, ENEXSA GmbH, Bravestone Information-Technology GmbH.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Energieforschung (e!MISSION)“ durchgeführt.

 

Interview with Wim van Helden (AEE INTEC) at the SHC Conference 2019

Compact storage tanks with high heat storage capacity and reduced losses are one of the key component in the energy transition towards renewables. In the interview with Wim van Helden on the SHC 2019 conference in Santiago de Chile, the researcher calls for increased research budgets for energy storage materials to speed up market readiness and to reach cost savings in this field.

Wim van Helden is researcher at Austrian-based institute AEE INTEC and an internationally recognised expert in compact storage technologies.

More informatioin: http://task58.iea-shc.org/

 

AEE INTEC in China

Im Rahmen des bilateralen Kooperationsprojektes „SmaCiSe“ zwischen Österreich und der chinesischen Provinz Guangdong, gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, fand Ende Oktober 2019 das zweite Projektmeeting in der Metropole Guangzhou statt. Dabei wurden einerseits die bisher erarbeiteten Ergebnisse präsentiert und andererseits Vorlesungen mit Forschungs-Topics von AEE INTEC an der South China University of Technology für zahlreiche Studierende und Lehrende abgehalten.

Schwerpunkt des Projekts ist die Untersuchung von urbanen Hitzeinseln und der Luftqualität in städtischem Umfeld mit Hilfe von Drohnenbefliegungen. Aus diesem Grund fand auch ein Treffen mit dem Management des weltweit führenden Drohnenherstellers DJI in dessen Headquarter in Shenzhen statt.

 

Flexible Sektorenkopplung durch Energiespeicher

Am 16. Oktober gab es den offiziellen Startschuss des neuen Annex 35 zum Thema „Flexible Sektorenkopplung durch Energiespeicher“ beim Kick-off Meeting in Bad Tölz. Der Annex ist die erste Arbeitsgruppe im „Energy Storage Programme“ der Internationalen Energieagentur mit österreichischer Beteiligung. AEE  INTEC übernimmt die Leitung des Subtasks für die Entwicklung von Konzepten zu Speichertechnologien für die Sektorenkopplung, und ist somit Kernpartner der internationalen Gruppe. Weitere Partner sind unter anderen ZAE Bayern e.V., Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (Deutschland), KTH Royal Institute of Technology (Schweden), TNO (Niederlande) oder das Austrian Institute of Technology (AIT).

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Auswirkungen von Energiespeicherung mit Sektorenkopplung zu klären. Dafür werden sowohl vorhandene als auch zukünftige Technologien und unterschiedliche Sektoren wie Mobilität oder Wärme/Kälte berücksichtigt. Die Technologien werden dokumentiert und das Potenzial sowohl technisch als auch wirtschaftlich vom Mikronetz bis zu nationalen bzw. europäischen Netzen bewertet.

 

Größtes EU-Projekt zur Digitalisierung in der Industrie

Arrowhead Tools ist derzeit das größte EU-Projekt zur Digitalisierung in der Industrie mit 81 Projektpartnern, darunter Volvo, Bosch, Philips, Infineon etc. Das Gesamtprojektbudget liegt bei rund 91 Mio EUR. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist, den Datenaustausch zwischen Sensoren und Soft- und Hardware effizient und sicher zu gestalten. Der Projektstart war Anfang Mai in Göteborg, Schweden.

Es gibt 20 unterschiedliche Entwicklungslinien zu Digitalisierungsthemen in der Industrie, die in unterschiedlichen Branchen Anwendung finden wie zum Beispiel Verkehr (autonomes Fahren), Gesundheit, Halbleiter- und Automobilindustrie sowie im Gebäudesektor. Innerhalb dieser Entwicklungslinien werden die entwickelten Tools an konkreten Anwendungen validiert.

AEE INTEC leitet die Linie „Digitaler Zwilling für Gebäude“. Und kooperiert dabei mit Infineon Austria und EQUA Solutions (Schweden/Schweiz). Ziel dieser Entwicklungslinie ist es, ein reales Gebäude mit seinem Digitalen Zwilling zu koppeln. Das heißt, eine Gebäude- und Anlagensimulation wird in Echtzeit mit Messdaten aus dem Gebäude gekoppelt, so dass die Simulation immer den aktuellen Zustand des Gebäudes widerspiegelt. Die Informationen aus der Simulation können dann zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden:

  • Optimierung der Gebäuderegelung auch bei sich ändernden Randbedingungen (Wetter, Nutzerverhalten, Nutzungsart der einzelnen Räume) und damit verbesserter Nutzerkomfort und höhere Energieeffizienz
  • Einfache Fehlerdetektion
  • Genauere Informationen über das Gebäude durch Nutzung von sogenannten virtuellen Sensoren (Rechenwerte aus der Simulation), die auch für die Regelung verwendet werden können

Infineon Österreich investiert derzeit 1,6 Milliarden Euro am Standort Villach. Neben einer neuen vollautomatisierten Chipfabrik für 300 mm Dünnwafer wird auch ein neues Forschungs- und Entwicklungsgebäude errichtet. Dieses wird innerhalb des Projekts Arrowhead Tools mit einem Digitalen Zwilling ausgestattet. Heizung, Lüftung und Kühlung werden damit besonders effizient und auf hohen Nutzerkomfort ausgerichtet betrieben werden.

 

AEE INTEC gewinnt den Energy Globe Styria Award 2019 in der Kategorie „weltweit“

Bereits zum 16. Mal wurde am 14.5.2019 in der Aula der Alten Universität in Graz der Landespreis „Energy Globe Styria Award" vergeben. Mit dem renommierten Energie- und Umweltpreis werden steirische Initiativen vor den Vorhang geholt, die sich für den Klimaschutz stark machen.

Überreicht wurden die Trophäen und Urkunden von Umweltlandesrat Anton Lang und dem Leiter der Konzernkommunikation der Energie Steiermark AG Urs Harnik-Lauris. Mit dem Projekt „SOLTRAIN" gewann AEE INTEC in der Kategorie „weltweit“.

Hintergrund SOLTRAIN

Im Rahmen des Projekts „Solarthermische Ausbildung und Demonstration“ (SOLTRAIN) wird in den Ländern Botswana, Lesotho, Namibia, Mozambique, Simbabwe und Südafrika eine beschleunigte Nutzung von thermischen Solaranlagen vorangetrieben und unterstützt. SOLTRAIN beschäftigt sich mit der Errichtung von Demonstrations- und Trainingsanlagen, als auch mit Know-how-Transfer sowie den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die verstärkte Nutzung von Solarthermie und den Umstieg von einer derzeit fossilen zu einer nachhaltigen Energieversorgung  in den oben angeführten Ländern ermöglichen.

In dem seit 2009 laufenden Projekt wurden bisher 326 solarthermische Anlagen errichtet, etwa 110 Ausbildungskurse veranstaltet, ca. 3000 Personen ausgebildet sowie in einem umfassenden Stakeholderprozess „Solar Thermal Roadmaps“ für alle beteiligten Länder entwickelt, die die Regierungen bzw. Stakeholder in der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen sollen. Durch Monitoring ausgewählter Anlagen wird deren Funktionsfähigkeit sowie die CO2-Einsparung nachgewiesen. Die errichteten Anlagen kommen hauptsächlich sozialen Einrichtungen (Spitälern, Waisen- und Altersheimen, HIV/AIDS Institutionen etc.) bzw. Schulen und  Tourismuseinrichtungen zugute und unterstützen die beteiligten Firmen auch im Erwerb von Know-how in Spezialthemen wie solarer Prozesswärme oder solarer Kühlung.

Das Projekt wird von der Austrian Development Agency sowie dem OPEC Fund for International Development finanziert.

http://SOLTRAIN.org/