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Nachhaltige Technologien - 2/2019

Eine zukunftsfähige Energieversorgung basiert auf erneuerbaren Energieträgern. Das setzt aber auch voraus, dass genügend Flächen verfügbar sind, um den Bedarf an erneuerbar bereitgestellter Wärme und Strom zu generieren. Um den vorherrschenden Wettbewerb bei der Nutzung von freien Landflächen für unterschiedlichste Verwendungen zu entschärfen, gilt es insbesondere auch die Gebäudeoberflächen für die Energieumwandlung zu nutzen. Gleichzeitig können Bauteile in der Gebäudehülle synergetisch genutzt werden, das heißt neben den klassischen Aufgaben des Witterungsschutzes, des Wärme- und Schallschutzes sowie der Ästhetik kommen noch Aufgaben wie Energieumwandlung, Energiespeicherung, Energieverteilung sowie Versorgung mit Frischluft hinzu. Durch diese Funktionserweiterung sowie aufgrund der reduzierten Verteilverluste und des hohen Vorfertigungspotenzials können über den Lebenszyklus des Gebäudes erhebliche Kostenvorteile gegenüber herkömmlichen Fassadenkonstruktionen sowohl im Neubau als auch in der Bestandssanierung von großvolumigen Gebäuden erreicht werden. Insbesondere in der Sanierung bieten vorgefertigte Fassaden aufgrund der kurzen Montagezeiten und der dadurch geringen Belastungen für BewohnerInnen und NutzerInnen erhebliche Vorteile im Vergleich zu konventionellen Fassadensanierungen und haben somit ein enormes Potenzial zur Steigerung der Sanierungsraten.


In der aktuellen Ausgabe der „nachhaltigen technologien“ wird versucht, zukunftsfähige Möglichkeiten für Energieflexibilität in Gebäuden und Gebäudeverbänden zu charakterisieren, die Potenziale zu erfassen und Regelungs- bzw. Lösungsstrategien aufzuzeigen.


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Sustainable energy supply systems are based on renewable energy sources. Of course the availability of the space required for producing renewable heat and electricity is essential. Currently diverse ways of utilizing the available land area are competing, and using building surfaces could alleviate such competition. Moreover using building components and building surfaces respectively for energy production, energy storage as well as for energy distribution and supply with fresh air could generate synergies in respect to classical functions of building surfaces like aesthetics, weather and heat protection or noise insulation. Because of such multiple integrated functions, reduction of distribution losses as well as high prefabrication potential considerable economic benefits are expected with regard to the life cycle of new built as well as refurbished multi-storey buildings. In respect to refurbishing the existing building stock prefabricated facades are especially advantageous considering short installation time and little strain on the residents compared to conventional refurbishment procedures. Therefore prefabricated facades have a huge potential to increase the overall rate of refurbishment.


The current issue of “„nachhaltige technologien“” tries seeks to characterisze sustainable options forof energy flexibility for buildings and shows the potential and strategies for implementation.

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Nachhaltige Technologien - 1/2019

2016 benötigte die österreichische Industrie ca. 30% des gesamten Endenergiebedarfs. Dabei entfallen drei Viertel des industriellen Energiebedarfs auf Prozesswärme und etwa die Hälfte davon auf das niedrige und mittlere Temperaturniveau. Nur 18% davon werden durch erneuerbare Energieträger bereitgestellt. Kombiniert man diese Fakten, den hohen Anteil des Wärmebedarfs im Nieder- und Mitteltemperaturbereich und den hohen Energiebedarf der österreichischen Industrie mit einem vergleichsweise geringen Anteil an erneuerbaren Energien, wird deutlich, dass die Umsetzung von Projekten in der Industrie ein Schlüssel zur Erreichung der Emissionsziele sein werden.


Die Versorgung von industriellen Prozessen durch solarthermische Großanlagen bieten eine technisch sinnvolle und wirtschaftlich vertretbare Lösung in der Erreichung der Klimaziele. Das konnte in den letzten Jahren durch die Umsetzung von „Best Practice Examples“ in verschiedenen Industriesektoren und in unterschiedlichen Teilen der Welt bewiesen werden. Nichtdestotrotz braucht es weitere Anstrengungen, um Solarthermie als einen wichtigen Bestandteil in der Energieversorgung von Produktionsstätten zu etablieren. Diese Ausgabe unserer Zeitung „nachhaltigen technologie“ bietet Ihnen Einblick in verschiedene Initiativen und Umsetzungen sowie Forschungsprojekte mit dem Ziel, die Technologie weiter zu entwickeln und das Potenzial für neue Anwendungen zu erhöhen.


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In 2016, approx. 30% of the total final energy demand was needed by the Austrian industry sector. Process heat accounts for three quarters of the industrial energy demand and about half of the heat is used on low and medium temperature level. Only 18% of the energy demand from the industry sector is provided by renewable energy sources. Combining the facts of a high share of heat demand in low and medium temperature range and high energy demand of Austrian industry with a comparatively low share of renewable energies, it becomes clear that the implementation of projects in industry will be a key to achieving the emission targets set by the Austrian government.


Energy for industrial processes could be provided by large-scale solar thermal systems. This is technically feasible and economically reasonable and contributes to achieving the climate targets. This has been proven in recent years by the implementation of "best practice examples" in various industrial sectors and in different parts of the world. Nevertheless, further efforts are needed to establish solar thermal energy as an important option for the energy supply of production facilities. The current issue of our newspaper "nachhaltige technologien" offers an insight into various initiatives and implementations as well as research projects aiming at the further development of solar thermal technology for the industry sector. Through the activities in R&D as well as pilot projects and demo systems presented in the magazine the potential for new applications with regard to solar thermal energy for industry will be addressed.

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Nachhaltige Technologien - 4/2018

Neben der Entwicklung von neuen Energietechnologien und Systemen ist deren Erprobung unter realen Bedingungen von großer Relevanz. Dabei liefern nicht nur Demonstratoren auf Basis von Einzelanlagen wichtige Erkenntnisse, sondern auch Aktivitäten und Umsetzungen, die sich einerseits über größere Gebiete erstrecken und die andererseits auch die Nutzerinnen und Nutzer inkludieren, sind unerlässlich. Diese Erkenntnis ist mittlerweile weithin bekannt und hat in den letzten Jahren zum Start verschiedener gezielter Initiativen geführt.


In Deutschland wurde bereits im Jahr 2016 das Programm „Schaufenster intelligente Energie“ gestartet, in welchem in fünf Modellregionen komplementäre Ansätze verfolgt werden, um das Energiesystem der Zukunft aufzubauen.


Praktisch zeitgleich mit dem Programmstart in Deutschland wurde in Österreich mit der Vorbereitung der FTI-Initiative „Vorzeigeregion Energie“ begonnen. Nach mehreren Evaluierungsschleifen konnten im Herbst 2018 schlussendlich drei Vorzeigeregionen vom Stapel laufen. Drei Vorzeigeregionen, die sich mit vielversprechenden, komplementären Themen befassen und somit unterschiedliche Eckpfeiler eines zukünftigen Energiesystems adressieren. Innerhalb dieser Initiative kooperieren über 200 Partner bei einem geplanten Investitionsvolumen von über 400 Mio. Euro.


Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Ausgabe der „nachhaltigen technologien“ sowohl einen Überblick über die Programmerfahrungen aus Deutschland als auch einen Überblick über die Vorhaben der österreichischen Vorzeigeregionen geben zu können.


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Testing of new (energy) technologies and (energy) systems with realistic boundary conditions is very relevant for research and development. With demonstration systems it is, on the one hand, possible to gain insights based on the energy systems themselves but, moreover, broad demonstration sites that also include users are vital for implementing innovative energy systems. Therefore several initiatives have been launched in different countries recently.


In Germany a programme called “„Schaufenster intelligente Energie”“ was started in 2016. Five model regions, with different, complementary approaches focusing on regional particularities, try to contribute to an overall sustainable energy system that is to be built in the near future.


Almost at the same time, Austria started its preparations for the research, technology and innovation initiative “„Vorzeigeregion Energie“”. After having passed several assets , three “„Vorzeigeregionen”“ started in autumn 2018. The regions deal with different topics: “„Green Energy Lab”“ tryies to boost promote promising energy technologies, demonstrate them and bring them to the market, “„New Energies for Industry”“ focuses on energy transition for industry, and the third “„Vorzeigeregion”“ puts its emphasis on power based on hydrogen and synthetic gas. More than 200 partner institutions and companies cooperate within this Austrian research and demonstration initiative. The allocated budget is planned to be more than 400 million euros.


The current issue of “„nachhaltige technologien”“ gives an overview in regard toof the German programme “„Schaufenster intelligente Energie”“ and allows a deeper insight into the Austrian initiative “„Vorzeigeregionen Energie“”.

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