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IEA IETS TCP Annex 17 - Membranfiltration zur energieeffizienten Trennung lignozelluloser Biomassebestandteile

Mit dem Annex 17 „Membranfiltration zur energieeffizienten Trennung lignozelluloser Biomassebestandteile“ wird das übergeordnete Ziel verfolgt, die Vernetzung der österreichischen Membran- und Bioraffinerie- Forschungslandschaft zu stärken. Angestrebt wird die optimierte Nutzung von lignozellulosehaltigem Material in Bioraffinerien durch den Einsatz effizienter, nachhaltiger Membranverfahren. Dazu werden energieeffiziente Membranverfahren bewertet und optimiert sowie Strategien zur Biomassebestandteilsverwertung entwickelt.

Das Projekt IEA IETS TCP Annex 17 hat das Ziel, durch energie- und kosteneffiziente Trenntechnologien eine optimierte Nutzung von lignozellulosehaltigem Material in einem Bioraffinerieansatz sicherzustellen. Der Zellstoff- und Papierindustrie kommt aufgrund des Einsatzstoffes Holz sowie der hochvolumigen Produktion eine besondere Rolle in der Bioraffinerie zu. Neben der großen Bedeutung gehört diese Industriesparte in Österreich zu den energieintensiven Industrien und liegt beim Endenergieverbrauch auf Platz zwei. Ziel der Bioraffinerie ist es, eine möglichst hohe Wertschöpfung im Sinne einer kaskadischen Rohstoffnutzung zu erreichen. Membrantrennverfahren vereinen die stoffliche Nutzung der Komponenten durch zum Teil selektive Trennmechanismen mit Energieeffizienzmaßnahmen. Von großem Interesse sind emergierende Membranprozesse wie z.B. Forward Osmosis (FO), Membrandestillation (MD), Pervaporation (PV) und Flüssigmembranpermeation (FMP).

Im Rahmen des österreichischen Beitrags werden verschiedene energieeffiziente Membranverfahren bewertet, optimiert und integriert, sowie Strategien zur Verwertung von Biomassebestandteilen entwickelt. Technologische Zielsetzung ist es, einen maximalen Trockensubstanzgehalt der Lignozellulose zu erreichen und dabei durch optimale Einstellung der Prozessparameter sowie einer geeigneten Reinigungsstrategie Fouling zu minimieren. Durch den Einsatz von Membrantrennverfahren und durch die Integration von Abwärme soll ein Zugang zu einer nachhaltigen Verwertung von Prozess- und Abfallströmen und eine Reduktion der eingesetzten Wassermenge aufgezeigt werden. Alle erarbeiteten Erkenntnisse fließen in die Entwicklung eines Leitfadens für den effizienten Einsatz von Membrantrennverfahren, sowie die notwendige Verschaltung verschiedener Technologien ein. Den betreffenden Akteuren (aus Forschung, Industrie und Entscheidungsträgern) soll mit dem Leitfaden ein umfassender Überblick über Potenziale und Handlungsfelder für den Einsatz von Membrantrennverfahren am Beispiel der Zellstoff- und/oder Papierfabrik zur Verfügung gestellt werden.


Projektleitung

DI Judith Buchmaier

Auftraggeber

BMVIT im Rahmen der IEA IETS Forschungskooperation

Projektkoordination

AEE INTEC

Projektpartner

TU Graz – Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik https://www.tugraz.at/institute/ceet/home/

Status

laufend