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AR-HES-B - Abwasserreinigung zur hybriden Energiespeicherung, Energiebereitstellung und Wertstoffgewinnung

Die urbane Abwasserentsorgung ist derzeit ein klassisches End-of-Pipe System. Die konventionelle kommunale biologische - aerobe Abwasserreinigung ist ein energieintensiver Prozess. Der Energielieferant Kohlenstoff bzw. die in Kohlenstoff gebundene Energie wie auch Nährstoffe -der Wertstoff Stickstoff- werden mit hohem elektrischen Energieaufwand (aerobe Belüftung) vernichtet. Kläranlagen sind die größten Stromverbraucher der österreichischen Kommunen. Die in urbanen Ballungsräumen verbrauchte Energie wird auch künftig nur teilweise innerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen erzeugt werden. Neben dem fluktuierenden Energiedargebot auf Grund von volatilen, erneuerbaren Energieressourcen (z. B. unregelmäßig bzw. zyklisch verfügbare Windkraft und vor allem Solarstrom / Photovoltaik) steigt der dezentrale, fluktuierende Anteil im öffentlichen Stromnetz.

„AR-HES-B“ verfolgt das übergeordnete Ziel technologische Änderungen der kommunalen Abwasserreinigung zu entwickeln um eine Transformation der kommunalen Abwasserreinigungsanlage vom hohen Energieverbraucher hin zum hybriden Energieerzeuger und Energiespeicher und Wertstoffbereitsteller zu erreichen. Durch das „AR-HES-B“-Konzept positioniert sich die städtische Abwasseraufbereitung als eine wichtige Drehscheibe im überregionalen Energie- und Stoffaustausch. Als hybrider Energiespeicher und -bereitsteller und Wertstoffbereitsteller kann die ARA zukünftig eine intelligente Verknüpfung der Abwasser-, Strom-, Erdgas- und Fernwärmenetze an der Schnittstelle kommunale Kläranlage erreichen und durch zukunftsfähige Speicherlösungen Lastspitzen in der Fernwärme und in Stromnetzen abgepuffert werden.

Das Ziel einer zukünftigen Abwasserreinigung liegt jedoch nicht nur in der Nutzbarmachung der im gebundenen Energie, sondern aller im Abwasser enthaltenen Roh- und Wertstoffe, bis hin zur Nutzung gereinigten Wasser selbst. Darüber hinaus werden auch die erforderlichen organisatorischen Rahmenbedingungen und Akzeptanzfragen unterschiedlicher beteiligter bzw. betroffener Akteursgruppen geklärt.

Das Ergebnis des Projektes wird ein detaillierte Leitfadens „ARA der Zukunft“ sein, welcher alle im Projekt aufgearbeiteten Themenbereiche zusammenfasst und als Vorschlagskatalog und Leitfaden zur Umsetzung und Bewertung konkreter Maßnahmen dient.


Projektleitung

DI Judith Buchmaier

Auftraggeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)

Projektpartner

StadtLABOR GRAZ 

EnviCare Engineering

Nowak AbwasserBeratung

AWV Gleisdorfer Becken  

Stadtwerke Gleisdorf GmbH

Feistritzwerke-STEWEAG-GmbH

Publikationen

Downloads für Abschluss-Workshop 01.02.2018 Graz

Status

abgeschlossen